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Innere Klarheit - die Angstkillerin

Am 5. Januar 2026 erreichte mich die Mail einer Coachee, Mitglied der Geschäftsleitung eines Unternehmens im Gesundheits- und Sozialwesen.
Ursprünglich kam sie wegen eines Führungsthemas ins Coaching. Sie suchte eine Sparringpartnerin. So lernten wir uns kennen.
Nachdem sich dieses Thema geklärt hatte, kam sie erneut. Diesmal mit einem persönlichen Anliegen.
Sie fühlte sich müde in einem Job, der sie viele Jahre erfüllt hatte. Und sie spürte: Da ist noch etwas anderes.
Die Frage war nicht nur WAS?, sondern auch die Angst, das Bekannte zu verlassen.Etwas, das keine Freude mehr machte, aber Sicherheit versprach. Eine Art künstliche Stabilität.
Wir führten mehrere Gespräche und gingen ihren Wunsch nach Veränderung auch methodisch an.
Dann fuhr sie mit dem Fahrrad auf eine längere Reise.
Funkstille.
Eineinhalb Jahre später – am 5. Januar 2026 – schrieb sie mir:
«Eigentlich wollte ich dir schon lange schreiben, wie mein Weg weiterging. Lange Zeit hat sich bei mir nichts getan, meine Tage waren mit Projekten gefüllt.
Danach kam die grosse Leere. Ich war ehrlich gesagt unterbeschäftigt, was mich bald belastete. Ich habe zwar «Zusatzjöbli» übernommen, doch sie erfüllten mich nicht.
Unsere letzten Gespräche kamen mir immer wieder in den Sinn.
Und nun habe ich Nägel mit Köpfen gemacht.
Ich habe mich bei den XX Bergbahnen als Lokführerin beworben. Das Rekrutierungsverfahren ist abgeschlossen – und ich habe den Vertrag für die Sommersaison 2026unterschrieben.»
Plötzlich war die Angst weg.
Die innere Sehnsucht und Klarheit endlich in etwas Neues zu gehen, nahmen ihr die Angst vor der Veränderung. Sie brauchte keinen Mut mehr, weil sie innere Stabilität verspürte.
Das i-Tüpfelchen und der Ausdruck dessen, was möglich wird, wenn man seine Veränderung lebt:
In der Wintersaison leitet sie weiterhin Projekte bei ihrem ehemaligen Unternehmen. Man möchte auf ihre Kompetenz nicht verzichten.
Übrigens: Die CEO des Unternehmens ist eine Frau. Ein Aspekt, den ich im Zusammenhang mit der Unterstützung, das eigene Glück zu leben, nicht ganz unwesentlich finde.
Während ich über diese glückliche Geschichte nachdenke, wird mir bewusst:
Ich durfte bereits mehrere Menschen in ihre neuen Lebensabschnitte begleiten.
Das macht mich glücklich!
Was machtDich gerade glücklich?
Herzlich,Stefanie