H-G-L Aktuell
Manchmal beginnt alles mit einem Gespräch

Gestern hatte ich einenunerwartet inspirierenden Austausch mit einem Berufskollegen, den ich seitmehreren Jahren nicht mehr gesprochen hatte. Er erzählte mir, dass er eineAusbildung in Körpertherapie macht und sich auf die Arbeit mit Männernspezialisiert hat.
Was ihn verblüfft: Wie starksein Angebot nachgefragt wird. Viele Männer – junge wie ältere – sind esgewohnt, still zu leiden. Sie sprechen selten über ihre Wahrnehmungen undGefühle, oft aus Scham.
Unser Gespräch hat michbesonders berührt, weil wir etwa im gleichen Alter sind und gemerkt haben, wiesehr uns unsere berufliche Arbeit geholfen hat, Empfindungen und Wahrnehmungenüberhaupt in Worte zu fassen – etwas, das vielen Menschen schwerfällt.
Gleichzeitig sind wir beidegeprägt von einer Sozialisierung, die uns vor allem eines gelehrt hat: leistenund funktionieren. Die entsprechenden Muster zu erkennen, sie wahrzunehmen isteine Herausforderung – und ein erster wichtiger Schritt.
Der nächste Schritt, ihnenSprache zu geben oder sogar damit auch öffentlich zu gehen, fühlt sich manchmalfast wie Hochverrat an. Und doch braucht eine gesunde Zukunft genau das:Menschen, die darüber sprechen – unabhängig von Geschlecht oder Generation.
Wenn wir beginnen, unsereGefühle und Wahrnehmungen zu teilen, ermutigen wir auch andere, dasselbe zutun.
Für mich ist das eine großeFreude – und eine echte Inspiration. Weil ich immer wieder erlebe, wie aus demAussprechen von innere Erleben Verbindung entsteht.
Mit sich selbst. Mit anderen.Und manchmal auch der Mut, neue Wege zu gehen.
Danke
#Mut #Verbindung #Gespräch