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Was ich in über 20 Jahren Beratung über Führung gelernt habe

Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Organisationen, Teams und Führungskräften.
In Strategieworkshops, Change-Begleitungen, Führungscoachings, Teamentwicklungen, Konfliktsituationen und in Aus- & Weiterbildungen.
Ich habe gut gemeinte Reorganisationen erlebt – die nicht das bewirkt haben, was man sich erhofft hatte.
Führungskräfte, die fachlich hervorragend sind – und trotzdem im Alltag an Grenzen kommen.
Teams, die eigentlich wollen – aber im System nicht können.
Gleichzeitig habe ich auch anderes gesehen:
Führungskräfte, die trotz Unsicherheit wirksam bleiben.
Teams, die Verantwortung übernehmen, wenn man ihnen vertraut.
Organisationen, die nicht perfekt sind – aber lernfähig.
In dieser Zeit wurden unzählige neue Führungsmodelle lanciert.
Agil, digital, transformational, positiv, adaptiv – fast jedes Jahr ein neues Etikett.
Diese Modelle sind nicht falsch.
Sie bringen wichtige Perspektiven ein.
Was sie jedoch oft suggerieren, ist eine Einfachheit von Führung,
die der Komplexität organisationaler Realität nicht gerecht wird.
Führung ist kein Modell.
Sie ist ein Prozess in einem sozialen System.
Und ihre Essenz liegt für mich nicht in Methoden,
sondern darin, Räume zu schaffen,in denen Denken möglich wird.
Räume, in denenUnterschiede ausgehalten,
Spannungen reflektiertund Entscheidungen bewusst getroffen werden.
Theorien und Modelle sind dabei wichtig.
Sie helfen zu verstehen, was gerade passiert.
Sie geben Orientierung im Denken.
Aber sie ersetzen nicht die Verantwortung,
die eigene Haltung zu klärenund im konkreten Kontext stimmig zu handeln.
Viele meiner wichtigsten Lernmomente entstanden nicht aus neuen Konzepten,
sondern aus ehrlicher Reflexion im Alltag von Führung.
Dort begann meine eigentliche Arbeit mit Führung.
(Fortsetzung folgt.)
—
Herbert Husi
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